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Der Ratgeber von AS ULM: So reinigen und entkalken Sie Ihre Waschmaschine richtig!

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(Fotos, Grafiken & Bildmontagen aus Fotoarchiv von AS Ulm – Der Pflegedoktor für Haushaltsgeräte / Titelfoto: KI-generiert / Autor: Achim Schmid)

Nehmen Sie bitte immer auch die Bedienungsanleitung Ihrer Waschmaschine zur Hand! Hier finden Sie fast immer spezifische Tipps, Pflegehinweise und genaue Anleitungen des Herstellers für die Reinigung bzw. Entkalkung Ihrer Waschmaschine.

Sicherheitshinweis
Bitte trennen Sie vor der Reinigung Ihr Gerät vom Stromnetz und ebenso von der Wasserzufuhr ab! Nur wenn Sie zur Reinigung einen Maschinenreiniger oder einen Schnellentkalker nutzen, benötigen Sie dazu Strom und Wasser.

Professionelle Reinigungsprodukte finden Sie auch in unserem Online-Shop unter: www.der-pflegedoktor.de

PMS Maschinenreiniger ein Serviceprodukt für Profis Artikel-Nr.: 9100101
PMS Schnellentkalker ein Serviceprodukt für Profis Artikel-Nr.: 9100103

Warum sollte Sie Ihre Waschmaschine reinigen?

Eine gut gepflegte Waschmaschine hält in der Regel deutlich länger, weil sich dann kaum Schmutz und Kalk ablagern kann.

Eine gut gepflegte Waschmaschine arbeitet energieeffizienter und ist weniger Reparatur anfällig.

Die wichtigsten Gründe für eine regelmäßige Reinigung:

  • Bekämpfung von Bakterien und Schimmel
  • Vermeidung von unangenehmen Gerüchen
  • Entfernung von Waschmittel- und Weichspülerrückständen
  • Schutz vor Verkalkung
  • Werterhalt und Vorbeugung von Defekten

Wann sollten Sie Ihre Waschmaschine reinigen?

Die Hersteller von Reinigungsprodukten empfehlen eine regelmäßige Reinigung alle drei Monate. Wie oft Sie Ihre Waschmaschine jedoch reinigen sollten, hängt im Wesentlichen von zwei Faktoren ab:

Die Nutzung Ihrer Waschmaschine. Täglich oder wöchentlich. Vom Härtegrad Ihres Wassers. Wie kalkhaltig ist Ihr Wasser vor Ort.

Wie hart Ihr Wasser ist, erfahren Sie bei Ihrem örtlichen Wasserversorger, oder den Stadtwerken.

Warum ist eine regelmäßige Reinigung Ihrer Waschmaschine so wichtig?

Für jeden Waschgang nutzen Sie Leitungswasser. Durch den Wassereinlauf in Ihre Waschmaschine spülen Sie unbemerkt Bakterien und Kalk mit in Ihre Maschine. Diese Bakterien und der Kalk lagern sich in der Einspülkammer und auf Gummiteilen in Ihrer Maschine ab.

Auswirkungen auf Ihre Waschmaschine bei jedem Waschgang

Kalk setzt die Waschleistung Ihrer Waschmaschine herab. Kalkablagerungen bilden sich vor allem an heißen Bauteilen wie Heizstäben. Das bedeutet erhöhter Energiebedarf. Kalk auf dem Heizstab isoliert die Wärme, wodurch Ihre Waschmaschine mehr Strom benötigt, um das Wasser aufzuheizen. Kunststoffteile und Schläuche können durch Kalk porös werden, was zur Undichtigkeit und im schlimmsten Fall zu einem Wasserschaden führen kann.

Auswirkungen auf Ihre Wäsche

Kalk führt zu einer verminderten Waschkraft. Kalk verhindert die Schaumkraft und die Wirksamkeit des Waschmittels um bis zu 30 bzw.50 %.

Ihre Wäsche wird grau und rau. Durch das harte Wasser entsteht eine sogenannte Kalkseife, die sich an Ihrer Kleidung festsetzt. Dadurch wird Ihre Wäsche steif und leuchtende Farben gehen verloren.

Auswirkungen von Bakterien

Bakterien und Schimmelpilze bilden einen unangenehmen muffigen Geruch, der sich auch auf Ihre frisch gewaschene Kleidung überträgt. Rückstände von Keimen in Ihrer Kleidung können Kontaktallergien und Hautirritationen auslösen.

Was können Sie vorbeugend tun?

Achten Sie immer genau auf die Dosierung des Waschmittels. Halten Sie sich immer genau an die Angaben des Herstellers. Die entsprechenden Dosierangaben sind immer auf der Verpackung angegeben. Bei einer Überdosierung bleibt das Waschmittel in Ihrer Maschine hängen und wird feucht. Es bilden sich Keime und es führt auch zur Schimmelbildung.

Es ist absolut sinnvoll, zwischendurch mit 60 °C oder 90 °C zu waschen. Diese hohe Temperatur töten Keine und Bakterien zuverlässig ab und verhindern, dass sich in Ihrer Waschmaschine unangenehme Gerüche oder ein Biofilm bilden. Für den Alltag reichen bei normaler Kleidung jedoch meist 30 °C bis 40 °C völlig aus, um Energie zu sparen.

So sollten Sie bei einer professionellen Reinigung Ihrer Waschmaschine vorgehen

Das sollten Sie wissen

Zusatzmittel und Weichspüler sorgen dafür, dass Ihre Wäsche wieder sauber wird. Sie hinterlassen aber auch Ablagerungen, die Schimmelbildung begünstigen und unangenehme Gerüche entwickeln können.

Essig und Zitronensäure greifen Gummiteile in Ihrer Waschmaschine an und können weiße Schlieren auf der Wäsche verursachen. Gerade wenn Sie häufig mit niedrigen Temperaturen waschen, dann sollte Sie Ihre Waschmaschine häufiger bei 60 °C  laufen lassen, um Keime abzutöten und Ablagerungen zu lösen.

Wenn Sie Ihre Waschmaschine wirklich umfassend reinigen möchten, dann empfiehlt es sich auf geprüfte Reinigungsprodukte zurückzugreifen. Professionelle Reinigungsprodukte finden Sie bei uns unter www.der-pflegedoktor.de.

Warum 60 ° C?

Modere Waschmittel und Waschmaschinen sind hocheffizient. 60 °C reichen völlig aus, um Keime, Bakterien und unangenehme Gerüche abzutöten. Zudem lösen sich Waschmittelrückstände bei dieser Temperatur optimal.

Wann sind 90 °C sinnvoll?

Der extreme 90 °C Kochwaschgang ist bei modernen Waschmaschinen und Textilen selten nötig. Er verbraucht sehr viel Strom und sollte höchstens 1 bis 2 Mal im Jahr als „Hygienespülgang“ genutzt werden (z.B. wenn Sie viel bei niedrigen Temperaturen waschen, oder Ihre Waschmaschine stark riecht).

So reinigen Sie Ihre Waschmaschine

Lesen Sie zuerst die Gebrauchsanleitung des Herstellers. Diese ist auf der Verpackung abgedruckt.

Um Ihre Waschmaschine effektiv von Keimen und Ablagerungen zu befreien sind 90 ° C die bessere Wahl. Zwar reichen 60 °C aus, um die meisten Bakterien abzutöten, doch nur der 90 °C Waschgang löst hartnäckige Fett- und Waschmittelreste sowie Biofilm im Inneren Ihrer Maschine auf und verhindert so unangenehme Gerüche.

Um das beste Ergebnis zu erzielen, geben Sie den Inhalt des Maschinenreinigers komplett in die leere Trommel und starten Sie ein Programm bei 90 °C. So reinigen Sie Ihre Waschmaschine intensiv, aber auch Material schonend. Der Reiniger sorgt für einen sauberen und hygienischen Innenbereich und schont gleichzeitig empfindliche Bauteile wie Dichtung und Leitung.

Von den Herstellern wird eine regelmäßige Reinigung im Abstand von 3 Monaten empfohlen. Wie oft Sie Ihre Waschmaschine reinigen sollten, hängt normaler Weise davon ab, wie kalkhaltig Ihre Leitungswasser ist und wie oft Sie Ihre Waschmaschine nutzen.

Der Kalk-Faktor

Reines 90 °C Waschen entfernt keinen Kalk! Für die Entkalkung ist ein professioneller Schnellentkalker entscheidend.

Warum ist eine regelmäßige Entkalkung Ihrer Waschmaschine so wichtig?

Das regelmäßige Entkalken Ihrer Waschmaschine ist entscheidend, um den Stromverbrauch geringer zu halten, die Waschleistung zu erhalten und teure Reparaturen durch Materialschäden (z.B. poröse Schläuche oder defekte Heizstäbe) zu verzögern.

Energieeinsparung: Wenn sich Kalk auf dem Heizstab absetzt, isoliert der Kalk den Heizstab. Ihre Waschmaschine benötigt deutlich mehr Strom um das Wasser aufzuheizen.

Bessere Hygiene: Kalkablagerungen sind rau und bieten einen idealen Nährboden für Keime, Bakterien und Waschmittelreste.

Längere Lebensdauer: Verkalkte Bauteile wie Gummidichtungen, Schläuche und Pumpen verschleißen schneller und können zu Undichtigkeiten oder einem Totalschaden führen.

Geringerer Waschmittelverbrauch: Verkalktes Wasser verringert die Schaumbildung und Waschkraft. Bei hartem Wasser benötigen Sie zudem mehr Waschmittel, um die Wäsche sauber zu bekommen.

So entkalken Sie Ihre Waschmaschine

Lesen Sie zuerst die Gebrauchsanleitung des Herstellers. Diese ist auf der Verpackung abgedruckt. Für eine effektive Entkalkung Ihrer Waschmaschine ist ein Waschgang bei 90 °C mit einem professionellen Schnellentkalker die deutlich bessere Wahl, da sich der Entkalker bei dieser Temperatur optimal im Wasser löst und wirkt.

90 °C: der ideale Standard für die Entkalkung. Die Hitze sorgt dafür, dass sich hartnäckige Kalkablagerungen in den Schläuchen, am Heizstab und in der Trommel schnell auflösen.

60 °C: Nur für leichte Verkalkungen oder regelmäßige Auffrischungsgänge zwischendurch empfehlenswert. Bei dieser Temperatur lösen sich viele starke Krusten nicht vollständig.

Um das beste Ergebnis zu erzielen, geben Sie den Inhalt des Schnellentkalkers komplett in die leere Trommel und starten Sie ein Programm bei 90 °C. So entkalken Sie Ihre Waschmaschine intensiv, aber auch Material schonend.

Von den Herstellern wird eine regelmäßige Entkalkung im Abstand von 3 Monaten empfohlen. Wie oft Sie Ihre Waschmaschine entkalken sollten, hängt normaler Weise davon ab, wie kalkhaltig Ihr Leitungswasser ist und wie oft Sie Ihre Waschmaschine nutzen.

Die Waschmittelschublade

Ziehen Sie die Waschmittelschublade heraus, entriegeln Sie diese und entfernen Sie die Schublade komplett.

Sowohl an der Waschmittelschublade selbst, als auch in der Öffnung finden Sie nach einiger Zeit Waschmittelrückstände. Reinigen Sie die Schublade mit einem feuchten Schwamm oder einem feuchten Tuch. Zum Säubern kleiner verwinkelter Stellen eignet sich eine Zahnbürste.

Unser Tipp:
Lassen Sie die Waschmittelschublade nach der Benutzung Ihrer Waschmaschine immer ein wenig geöffnet. Das hilft dabei die restliche Feuchtigkeit abzubauen. Denn ansonsten könnte es zu Schimmel- und Keimbildung kommen.

Die Einspülkammer

Die Einspülkammer ist der Schacht, indem die Waschmittelschublade sitzt. Im oberen Bereich sitzen die Einlaufdüsen. Auch hier bilden sich Ablagerungen und es bildet sich Kalk. Reste vom Weichspüler und Waschmittel werden hier bei jedem Waschgang abgelagert.

Hier empfiehlt es sich, das Fach gründlich mit einem Schwamm sauber zu machen und an unzugänglichen Stellen die Zahnbürste zu nehmen. Zum Schluss können Sie die Einspülkammer mit dem Staubsauger aussaugen. Von hier kommt die Geruchsbildung in Ihrer Waschmaschine.

Die Trommel

Die Trommel Ihrer Waschmaschine ist das zentrale Herzstück Ihres Geräts. Sie ist meist aus Edelstahl gefertigt, gelocht um Wasser durchzulassen. Hier sehen Sie keine Rückstände.

Der Laugenbehälter

Der Laugenbehälter (oft auch Bottich genannt) ist das wasserdichte Herzstück Ihrer Waschmaschine. Er umschließt die eigentliche Waschtrommel und hält das Wasser-Waschmittel-Gemisch (die Lauge) während des Waschgangs zurück. Er ist meist aus Edelstahl oder laugenbeständigem Kunststoff gefertigt. Dieser Laugenbehälter kommt permanent mit Wasser in Kontakt, speziell im unteren Bereich, und dort befinden sich die schlimmsten Ablagerungen.

Die Türmanschette

In der Türmanschette (Gummidichtung) Ihrer Waschmaschine können sich durch Feuchtigkeit, Waschmittel und Schmutz verschiedene Rückstände ansammeln.

Organische Rückstände und Schmutz

Flusen: Feine Textilfasern von der Kleidung.
Haare: Tier- und Menschenhaare, die sich im Gummi verfangen.
Hautschuppen: Mikroskopischer Abrieb von der Haut.
Körperfette: Talg- und Fettreste aus getragener Wäsche.
Straßenschmutz: Sand, Erde oder Staub aus den Textilien.

Chemische Rückstände

Waschmittelreste: Unaufgelöstes Pulver oder zähflüssiges Gel.
Weichspüler: Hinterlässt einen schmierigen, wasserabweisenden Film.
Kalk: Weiße harte Ablagerungen durch hartes Leitungswasser.

Biologische Beläge (durch Dauernässe)

Schimmelpilze: Schwarze oder graue Flecken im Gummi.
Bakterienbiofilm: Ein rutschiger, oft übelriechender Schleim.

Fremdkörper

Kleinteile: Münzen, Haarnadeln, Knöpfe, Taschentücher oder BH-Bügel.

Das Flusensieb (bzw. die Fremdkörperfalle)

Je nach Modell und Hersteller befindet sich das Flusensieb unten rechts hinter einer kleinen Klappe, oder Sie müssen die Sockelleiste an Ihrer Waschmaschine entfernen. Wenn Ihre Waschmaschine eine Klappe hat, lässt sich diese oft aushängen. Vorsicht: Die kleinen Kunststoffhaken können leicht brechen.

Auf der rechten Seite befindet sich das Flusensieb und auf der linken Seite ein Wasserablaufschlauch, der zum Ablassen des Restwassers in der Waschmaschine benötigt wird. Manche Modelle haben keinen Abwasserschlauch, dann müssen Sie das Restwasser über das Flusensieb ablaufen lassen.

Besorgen Sie sich ein Gefäß, in das das Wasser aus der Maschine ablaufen kann. Nehmen Sie den Schlauch aus der Halterung, öffnen Sie die Verschlusskappe und lassen Sie das Wasser ablaufen.

Ist das Wasser abgelaufen, öffnen Sie vorsichtig das Flusensieb. Das Sieb lässt sich gegen den Uhrzeigersinn aufdrehen. Sollte sich das Flusensieb nicht öffnen lassen, können Sie eine Zange zu Hilfe nehmen. Achtung: Setzten Sie die Zange mit der isolierten Griffseite am Flusensieb an. So erzeugen Sie eine Hebelwirkung und beschädigen das Sieb nicht. Lassen Sie jetzt auch hier das noch vorhandene Restwasser ablaufen.

Ist das Flusensieb komplett ausgedreht, befindet sich dahinter die Abwasserpumpe. Leuchten Sie das Innere mit einer Lampe aus. Ist das Pumpenrad frei und lässt sich schrittweise drehen, oder hängen Schmutzpartikel im Rad fest, die den Flügel blockieren. Sollten sich im Pumpenrad Schmutzpartikel abgelagert haben, müssen Sie diese entfernen. Oft ist das die Ursache , warum die Pumpe stehen bleibt.

Reinigen Sie das Flusensieb unter fließendem Wasser mit einem Tuch oder einer Bürste.

Bevor Sie das gereinigte Flusensieb wieder im Uhrzeigersinn eindrehen, sollten Sie noch den Schacht mit einem Tuch reinigen.

Ist das Filter wieder eingedreht, haken Sie den Wasserablaufschlauch wieder in die Haltevorrichtung ein. Hängen Sie die Klappe wieder ein und schließen Sie die Klappe wieder.

Noch ein guter Tipp zum Schluss

Das sollt Sie nach jedem Waschgang beachten:
Lassen Sie Ihre Waschmittelschublade und Ihre Waschmaschinentüre immer ein wenig geöffnet. So kann die Restfeuchtigkeit entweichen. Das hilft Schimmel zu vermeiden und verhindert schlechte Gerüche.

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit unserem Ratgeber für die Reinigung Ihrer Waschmaschine weiterhelfen konnten. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!

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Ihnen viel Erfolg beim Reinigen Ihrer Waschmaschine. Es würde uns freuen, wenn Sie Ihrer Waschmaschine dadurch zu einer längeren Lebensdauer verhelfen!

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